Die Beschuldigten sitzen augenblicklich in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in U-Haft – das Villinger Gefängnis sei für derartige „Kaliber“ nicht geeignet, sagt Hauptkommissar Ulf Feichtinger, Sprecher der Polizeidirektion Villingen-Schwenningen.
Bedeckt hält sich Feichtinger allerdings in Bezug auf den Hauptverdächtigen, den abgängigen Bosnier. „Wie konnte der entwischen?“ Diese Frage will Feichtinger nicht beantworten und verweist an die zuständige Staatsanwaltschaft Konstanz. Dort allerdings waren gestern weder der für den Fall noch der für die Presse zuständige Staatsanwalt zu erreichen.
Allerdings stuft man den Fall dort inzwischen als „organisierte Kriminalität“ ein. Immerhin hatten die Zuhälter ihre Prostituierten ausgebeutet, geschlagen und sogar tätowiert, um sie als ihr „Eigentum“ zu kennzeichnen. Eine Frau soll auch vergewaltigt worden sein. Ein ganzes Waffenarsenal wurde bei der Durchsuchung ihrer Etablissements „La Notte“ in Schwenningen und „Laufhaus“ in Villingen gefunden. Die Ermittler – auch die Steuerfahnung war eingeschaltet – beschlagnahmten außerdem wertvolle Luxusfahrzeuge.