Eine 53-Jährige ist am Mittwochnachmittag mit zwei weiteren Fahrzeuginsassen in einem für den Straßenverkehr nicht zugelassenen Toyota gefahren und hat versucht, sich den Weisungen eingesetzter Polizeistreifen zu entziehen.

Die Polizei schildert den Ablauf folgendermaßen: Kurz vor 16 Uhr stellte demnach eine Streife den nicht zugelassenen Toyota an einer Tankstelle am Drachenloch bei Villingen fest. Beim Erkennen des Streifenwagens sei die Frau zügig vom Tankstellengelände auf den Nordring und auf diesem in Richtung Villingen davongefahren.

Frau fährt einfach weiter

Nachdem die Fahrerin zunächst nicht auf die von der Polizei gegebenen Anhaltesignale reagierte, konnte der Wagen schließlich in der Wieselsbergstraße gestoppt werden.

„Die Frau sowie die beiden anderen Fahrzeuginsassen reagierten jedoch unwirsch und wollten einen Dienstausweis sehen“, heißt es. Dann hätten sie ihre Fahrt unvermittelt zunächst Richtung Stadtmitte und später Richtung Unterkirnach und Vöhrenbach fortgesetzt.

Erst mehrere Streifenfahrzeuge können die Flucht beenden.
Erst mehrere Streifenfahrzeuge können die Flucht beenden. | Bild: Friso Gentsch, dpa

So begründet das Trio sein Verhalten

Erst nach dem Hinzuziehen mehrere Streifen gelang es der Polizei die Flüchtigen schließlich etwa eine halbe Stunde später in Vöhrenbach in der Langenbacher Straße zu stellen. Bei erneuten Kontrollversuch zeigten sich die drei Fahrzeuginsassen äußerst unkooperativ, so die Polizei: Sie verweigerten das Aussteigen und die Angabe ihrer Personalien.

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Das Trio argumentierte, dass die „nicht rechtmäßige Polizei ihnen nichts zu sagen habe“ und es sich bei der Bundesrepublik Deutschland um eine GmbH handle. Die weiteren Ermittlungen hätten ergeben, dass die Frau und die beiden Mitfahrer der Reichsbürger- beziehungsweise Selbstverwalterszene zuzurechnen seien.

Die Szene verwendet selbst hergestellte Reisepässe eines fiktiven Deutschen Reichs, weil sie die Bundesrepublik nicht anerkennen.
Die Szene verwendet selbst hergestellte Reisepässe eines fiktiven Deutschen Reichs, weil sie die Bundesrepublik nicht anerkennen. | Bild: Patrick Seeger, dpa

Beifahrer wird gewalttätig

„Ein 40-jähriger Mitfahrer leistete zudem gegen die eingesetzten Beamten Widerstand, indem er nach ihnen schlug und hierbei einen Beamten leicht an der Hand verletzte“, heißt es in der Mitteilung. Gegen den Mann ermittelt die Polizei wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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Neben verschiedenen begangenen Ordnungswidrigkeiten durch die drei Fahrzeuginsassen muss sich die 53-jährige Frau nun in einem Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrzeugzulassung sowie wegen einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten.