„Ausverkauft!“ heißt es vor dem Festivalgelände am Graf-Zeppelin-Haus (GZH). Einige Fans halten Pappschilder mit „Suche Tickets“ in die Höhe – in der Hoffnung, doch noch eine Eintrittskarte für das Konzert mit Wincent Weiss zu ergattern.
Wie groß die Vorfreude ist, hatte sich auch schon am Abend vor dem Konzert am GZH gezeigt. Einige Besucher campten da bereits vor dem Gelände, um sich pünktlich zum Einlass die besten Plätze vor der Bühne zu sichern, erzählt GZH-Leiter Matthias Klingler.

Während sich bereits eine Traube vor der Bühne gebildet hat, andere Konzertbesucher sich noch mit Essen und Getränken eindecken oder die Sonne am Seeufer genießen, tritt Myle auf die Bühne. Mit seiner Band eröffnet er den Konzertabend bei FN:POP.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich hier mal spielen würde“, sagt der junge Musiker, der selbst aus der Region stammt. Vor vielen Jahren habe er „gleich da drüben“ beim Kulturufer seine ersten Auftritte bestritten, jetzt stehe er hier auf der großen Bühne und seine erste eigene Tour sei in Planung, freut er sich.
Und dann ist der da, auf den alle gewartet haben. Mit lautem Kreischen wird Wincent Weiss auf der Konzertbühne direkt am Bodenseeufer begrüßt und startet gleich mit einem seiner großen Hits. „Lass uns leben wie ein Feuerwerk, Feuerwerk, oh oh...“, singen die vielen jungen Fans mit. Aber auch Mamas und Papas erweisen sich als durchaus textsicher.
Das mache seine Konzerte aus, sagt Weiss dann auch zwischen zwei Songs, „von vier bis 60 Jahren sind inzwischen eigentlich alle Altersklassen dabei“. Auch die Location hebt er besonders hervor. „Leck mich am Arsch, ist das unfassbar schön hier“, ruft er mit Blick auf den See und die Berge.

Dass er sich selbst nicht so ernst nimmt, beweist er schließlich, als allerhand Kostümierungen auf die Bühne fliegen. Ob ein kurioser Hut, ein Tüllröckchen oder der Einhorn-Einteiler – er steigt in das Kostüm und trällert damit ein Medley, bei dem das Publikum tanzt und singt.

Mit „Musik Sein“ und „Irgendwo Ankommen“ endet der Abend gegen 22 Uhr. Die Fans sind sich sicher, sie sind beim nächsten Mal wieder dabei. Wer vom Festivalsommer gar nicht genug bekommen konnte, hatte am Samstagabend noch eine Gelegenheit zum Feiern: Da stand die Singer/Songwriterin Lea auf der Bühne direkt am See.