
Zwei Tage Fest, zwei Tage Lautstärke bis zum Abwinken und alles ist friedlich verlaufen. So lässt es sich auf dem Tennenbronner Metalacker aushalten und die Veranstalter freuen sich darüber, dass alles gut gelaufen ist. So mancher Besucher am Hang und auf der Trombachebene hatte lobende Worte nach Tennenbronn mitgebracht. Vor allem diejenigen, welche schon von Anfang an und zum achten Mal hier sind. Der Campingplatz war in Rekordzeit schnell ausgebucht.

Dass der Frühschoppen am Samstagmorgen musikalisch das absolute Kontrastprogramm mit dem Edelweiß-Echo bietet, hindert die vielen Teilnehmer nicht, ihren Platz vor der Bühne auf der Höhe einzunehmen. Alle Bänke und Tische waren besetzt, so Simon Kaltenbacher, vom Aufbauteam.
Auf Nachfrage ist bei ihm zu erfahren, dass kurz von 17 Uhr am Samstag die letzten der 3000 zum Verkauf verfügbaren Eintrittskarten rausgehen. „Als Veranstalter sind wir zufrieden, das Publikum hat sich ein Lob verdient, weil bis jetzt alles friedlich abgelaufen ist.“ Simon Kaltenbacher lobte auch die auffallend gute Sauberkeit auf dem Platz.
Der Müll wurde gleich in bereitstehende Müllsäcke entsorgt. „Das zu beobachten, bereitet uns als Veranstalter durchaus Freude“, sagt Kaltenbacher. Glasbruch kann es beim Metalacker auch nicht geben, da alles Trinkbare in Becher mit dem Metalacker-Logo eingeschenkt wird. Die Besucher bezahlen für den Becher Pfand und so ist gewährleistet, dass zwar nicht alle, aber ein großer Teil wieder zurückgegeben wird. An den Bewirtungsständen wird bargeldlos bezahlt. Jeder der etwas zum Verzehr benötigt, kauft sich an der zentralen Kasse einen Wertbon für 20 Euro und beim Einkaufen werden die anfallenden Beträge auf dem Bon abgestrichen. Nicht voll ausgenutzte Bons können an der Kasse zurückgetauscht werden.

Unter den Besuchern waren zahlreiche zur Musik passend gekleidete Personen, egal ob weiblich oder männlich, zu finden. Selbst die schottischen Farben auf ausladenden Kilts wurden aufmerksam registriert. Sobald der Mann mit der Kamera unterwegs war, fragten etliche Besucher, ob sie fotografiert werden können. In der Folge wurde so manches Gespräch geführt. Unter anderem gaben Achim Bertele und Detlef Dewert aus Blumberg Auskunft. Beide begeisterten sich für das Event in Tennenbronn, obwohl sie nicht zu den Jüngsten Besuchern gehörten. „Wir übernachten hier, zurück geht es erst am Sonntagmorgen,“ so die einstimmige Ansage. Achim Bertele zeigte sich sehr beeindruckt: „Großes Kino, dass alle im Dorf mithelfen“.

Für die aus Tennenbronn stammenden Musiker von „Blackwood“, der Name ist auch Programm, war es der erste große Auftritt vor großem Publikum. So manche Stimme ist überzeugt, dass diese Gruppe ihren Weg machen wird. Die anhaltende Heavy Metal-Akustik hätte den Namen Happy Metal ebenso ertragen. Der Geist der Musikliebhaber schwebt über dem Gelände, weshalb viele auch von weit her nach Tennenbronn kommen.
Helfer mit Elan
Simon Kaltenbacher nutzte die Gelegenheit, den Helfern der Vereine Dank zu sagen. So dem VW Club, den Narrenzünften Wurzelhexen und Erzknappen, der Bürgervereinigung Eichbach. In den Dank eingeschlossen wurden das DRK, die Feuerwehr und Anwohner, welche das Gelände zur Verfügung stellen. Ein besonderer Gruß und Dank wurde an Monika Fader ausgerichtet, denn sie feierte am Samstag Geburtstag, was von der Menschenmenge lautstark gefeiert wurde. (wm)