Am Donnerstagabend, 28. August, geistert eine aufsehenerregende Meldung durch die Sozialen Medien: In der Singener Südstadt soll es zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen sein. Mehrere Bürger wollen dabei sogar Kräfte des Sondereinsatzkommandos der Polizei (SEK) bemerkt haben. Schnell werden Erinnerungen an den Einsatz des SEK im Paradies in Konstanz im Februar wach, bei dem ein 35 Jahre alter Mann mehrere Schüsse mit einer Waffe angegeben hat. Was ist am Donnerstag in der Freiburger Straße in Singen passiert, das für so viel Aufsehen in den Sozialen Medien sorgt?
Polizei nimmt 32-Jährigen fest
Eine Nachfrage beim Führungs- und Lagezentrum der Polizei sowie bei der Pressestelle im Polizeipräsidium Konstanz ergibt, dass es am Donnerstag gegen 15 Uhr tatsächlich zu einem Einsatz der Polizei in der Freiburger Straße gekommen sei. Laut Angaben der Polizei habe sich ein Mann in einer psychischen Ausnahmesituation befunden und vor einem Mehrfamilienhaus Passanten beleidigt und bedroht. Ein Polizeisprecher schildert, dass er dabei randaliert haben soll.
Laut Polizeisprecherin Katrin Rosenthal handelte es sich dabei um einen 32 Jahre alten Mann. Er soll gegen 15 Uhr eine Rollstuhlfahrerin verbal angegangen sein und im Anschluss daran einen Stromkasten demoliert haben.
Sowohl das Führungs- und Lagezentrum, als auch Polizeisprecherin Rosenthal bestätigen dem SÜDKURIER gegenüber, dass es beim Polizeieinsatz in der Singener Südstadt zu einer Festnahme gekommen ist. Laut Rosenthal handelte es sich dabei um den 32-Jährigen. Er sei in Gewahrsam genommen worden und befinde sich aktuell aufgrund seines psychischen Zustandes in einer Spezialklink, schildert die Polizei weiter.
Und was ist jetzt mit dem SEK?
Laut Polizeisprecherin Katrin Rosenthal seien drei Polizeistreifen mit mehreren Polizisten beim Einsatz in der Freiburger Straße vor Ort gewesen. Den Meldungen, dass auch das SEK im Einsatz gewesen sei, widersprach sie allerdings: „Es waren keine Kräfte des Sondereinsatzkommandos vor Ort. Da muss deutlich mehr passieren“, so Rosenthal.