Es war ein Schrecken für die Einwohner der Singener Nordstadt: In der Nacht auf den 18. Juni kam es in der Hohenhewenstraße zu einem Großbrand, nachdem unbekannte Täter eine brennende Fackel auf den Balkon eines Wohnhauses geworfen hatten. Es gab sechs Verletzte und das Haus wurde als unbewohnbar eingestuft. Die Polizei hatte Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Nun gibt die Polizei Auskunft über den aktuellen Stand der Ermittlungen.
Derzeit wird weiterhin ein Verfahren wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung geführt, wie Katrin Rosenthal, die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz, auf Anfrage des SÜDKURIER mitteilte. Dazu habe es Hinweise aus der Bevölkerung gegeben. Doch welche genau, dürfe sie aufgrund andauernder Ermittlungen nicht sagen, betont Rosenthal.
Was die Polizeisprecherin jedoch mitteilen könne: Bislang gebe es keine Verdächtigen, es sei also auch noch nicht zu Festnahmen gekommen. Bis wann die Ermittlungen abgeschlossen sind, sei noch nicht absehbar, so Rosenthal weiter.

Laut der Pressesprecherin sei ein Großteil der Wohnungen inzwischen wieder bewohnbar – nur die primär geschädigte Wohnung noch nicht. Wie hoch der Schaden ist, könne bislang nicht gesagt werden.
Diese Ausmaße hatte der Brand
Der Brand mitten in der Nacht hatte im vergangenen Juni für einen Großeinsatz gesorgt: Beim Eintreffen der Feuerwehrleute brannten die Balkone im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss vollständig, wie Feuerwehrkommandant Mario Dutzi dem SÜDKURIER damals mitteilte.
Im ersten Obergeschoss habe das Feuer auf die Wohnung übergegriffen, die Flammen hätten sogar bis in den Dachbereich im dritten Obergeschoss gereicht. Auch wenn das Feuer gelöscht werden konnte, mussten aufgrund der starken Rauchentwicklung selbst die Nachbarhäuser evakuiert werden, so Dutzi.
Insgesamt seien 19 Personen von dem Brand betroffen gewesen. Sechs Personen wurden leicht verletzt – vier Bewohner, ein Polizist und ein Feuerwehrmann, zählte Mario Dutzi damals auf. Insgesamt waren laut Dutzi rund 100 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle – von der Singener Feuerwehr, über weitere Gemeinden, bis hin zu ehrenamtlichen Kräften.