Fußball, Oberliga: FC 08 Villingen – SV Oberachern (Samstag, 14 Uhr). Abhaken, Mund abputzen und weiter geht es für den FC 08 Villingen nach dem deutlichen Sieg im SBFV-Pokal bei der SpVgg F.A.L. (7:1) in dieser ersten von drei aufeinanderfolgenden Englischen Wochen.
Nun empfängt der FC 08 zum südbadischen Derby in der Oberliga Baden-Württemberg den SV Oberachern. Ein Team also, gegen das die Schwarz-Weißen in den vergangenen Jahren schon so ziemlich alles erlebt haben. Grandiose Siege ebenso wie ganz bittere Niederlagen.
- Personelle Situation: Eine Sache ist Villingens Chef-Trainer Steffen Breinlinger neben dem souveränen Weiterkommen in besagtem Pokal besonders wichtig: „Wir sind verletzungsfrei durch dieses Spiel gekommen, haben neben Matthes Glück keine weiteren Ausfälle zu beklagen, konnten darüber hinaus einen breiten Kader anbieten, in dem jeder, auch die eingewechselten Spieler, seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat.“ Alles nicht unerheblich im Hinblick auf die zweite Begegnung innerhalb von weniger als 72 Stunden. Schließlich spielt neben der körperlichen Belastung auch der Kopf eine große Rolle. Da ist ein solch glatter Erfolg schon mal gut fürs eigene Selbstvertrauen.
- Das sagt der Trainer: „Unsere volle Konzentration muss nun der Oberliga gelten. Wir dürfen uns vom Punktgewinn in Pforzheim oder dem Sieg im Pokal – der nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Pflichtaufgabe war – nicht leiten lassen“, betont der Coach. Denn das Remis in der Goldstadt bedeutete bei aller Freude über den späten Ausgleich ebenso zwei verlorene Zähler. „Wir müssen den Dreier angreifen“, gibt Breinlinger als deutliche Marschrichtung vor. Dazu sei es besonders wichtig, gegen einen körperlich präsenten Kontrahenten wie Oberachern über die gesamten 90 Minuten eine konstante Leistung auf den Rasen zu bringen. „Dies wissen wir, dies weiß auch die Mannschaft. Schließlich stehen uns herausfordernde Aufgaben bevor, in denen wir Ergebnisse liefern müssen“, sagt der Villinger Trainer klipp und klar.
- Der Gegner: Rückblende. Die vergangene Runde war die erfolgreichste von Oberachern in der Oberliga überhaupt. Am Ende standen Platz sechs und 52 Punkte für die Mannschaft von Chef-Trainer Fabian Himmel zu Buche. Der aber den Ball dennoch flach hielt, weiterhin den Klassenerhalt als primäres Ziel für diese Saison ausrief. Nach vier ungeschlagenen Spielen und acht Zählern ist der erste Schritt dazu schon mal gemacht. Einen Rückschlag musste Oberachern als zweimaliger Titelträger allerdings unter der Woche im Pokal hinnehmen. Trotz Comeback-Qualitäten, als beim SV Linx ein Drei-Tore-Rückstand zur Pause noch egalisiert wurde, stand am Ende jedoch eine Niederlage nach Verlängerung zu Buche. Zusätzlich bitter die Ampelkarte, die sich Marin Stefotic dabei einhandelte. Der gefährliche Angreifer wird seinem Team in Villingen schmerzhaft fehlen. Gleichzeitig ruft Breinlinger aber nochmals in Erinnerung: „Auch Neckarsulm ist damals mit einer zuvor erlittenen Pokal-Niederlage zu uns gekommen.“ Ausgang bekannt. Deshalb ist er sich sicher: „Oberachern wird eine Reaktion zeigen wollen und Schaum vor dem Mund haben. Um genau diese Scharte wieder auszuwetzen.“ Schmunzeln kann er hingegen nur darüber, von Himmel die klare Favoritenrolle zugeschanzt zu bekommen. „Diese Thematik kennt der FC 08 Villingen schon seit Jahren. Speziell in Heimspielen. Dem halte ich entgegen, dass für gesperrte oder verletzte Spieler neue Akteure in den Kader aufrücken werden, die sich beweisen wollen und deshalb noch mehr geben“, sagt Nullacht-Coach Steffen Breinlinger.