Überlinger Seepromenade, Pfingstsonntag, 11.40 Uhr: Die Verkehrsfunkhinweise, die über beide Feiertage vor diversen Staus auf der B 31 entlang des Bodensees warnten, bereiteten einen schon darauf vor, was den Besucher auf der Überlinger Promenade erwartete. Vor allem nach der Ankunft eines Personenschiffes gab es zeitweise kaum noch ein Durchkommen und es ging richtig turbulent zu. Selbst wenn man wollte, war die Abstandsregel gar nicht mehr einzuhalten. Dabei waren Mund-Nasen-Masken kaum zu sehen. Viele Menschen benahmen sich, als ob es nie eine Corona-Pandemie gegeben hätte.

Bei der Abfahrt von Schiffen standen die Ausflügler an – hier sind es viele Fahrradfahrer, die an Bord der „Seegold“ ...
Bei der Abfahrt von Schiffen standen die Ausflügler an – hier sind es viele Fahrradfahrer, die an Bord der „Seegold“ wollen. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Insbesondere Fahrradfahrer und E-Biker genossen die sommerlichen Temperaturen.

Doch, dieses Foto entstand am Pfingststonntag 2020 und eigentlich sollten die Abstandsregeln eingehalten werden.
Doch, dieses Foto entstand am Pfingststonntag 2020 und eigentlich sollten die Abstandsregeln eingehalten werden. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Die Überlinger Promenade, bekannt als die längste am Bodensee, war auf ihrer ganzen Länge bevölkert.

Ein Blick von Weitem – mit dem Teleobjektiv – auf proppevollen Landungsplatz.
Ein Blick von Weitem – mit dem Teleobjektiv – auf proppevollen Landungsplatz. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Die Ausflügler und Sonnenhungrigen waren meist total entspannt unterwegs.

Eine Szene unterhalb der Greth – nur das Schild rechts im Bild erinnert an die Corona-Regeln: „Wir zeigen Ihnen Ihren ...
Eine Szene unterhalb der Greth – nur das Schild rechts im Bild erinnert an die Corona-Regeln: „Wir zeigen Ihnen Ihren Platz“. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Leute, die unterwegs waren, sprachen davon, es sei teils richtig „turbulent“ zugegangen – so, wie man die Promenade aus Zeiten ohne Pandemie kennt.

Das herrliche Wetter lockte und es fühlte sich ja auch alles so an, wie in früheren Jahren.
Das herrliche Wetter lockte und es fühlte sich ja auch alles so an, wie in früheren Jahren. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Es waren einfach zu viele Leute, die nach dem Shutdown hungrig nach Sonne und Urlaubsgefühl waren.

Oberhalb des Münsters, beim Eiscafé „Cristallo“, ging es etwas ruhiger zu.
Oberhalb des Münsters, beim Eiscafé „Cristallo“, ging es etwas ruhiger zu. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Es gab aber Menschen, die sich versuchten, bei aller Lust auf Sonne an die Regeln zu halten – es war aber die Minderheit.

Für ein Eis stand man korrekt an...
Für ein Eis stand man korrekt an... | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Vor den Eisdielen bildeten sich lange Warteschlangen, allerdings standen die Leute dort im Regelfall mit dem nötigen Abstand an.