Überlingen Kirchenorgeln stehen derzeit hoch im Kurs. Gerade erst sind die traditionellen Sommerkonzerte im Münster St. Nikolaus zu Ende gegangen, da stehen schon die nächsten Auftritte des großen Instrumentes im Raum. Das vierte Überlinger Barock- und Orgelfestival wird von 11. bis 14. September in der Auferstehungskirche stattfinden und fünf ganz unterschiedliche Veranstaltungen bieten. Wer gern singt und es sich zutraut, kann mit seiner Stimme den Festivalchor stärken.

Bereits am Samstag, 30. August, veranstaltet Kirchenmusikdirektor Thomas Rink einen Orgeltag mit ganz unterschiedlichen Angeboten. Um 12 Uhr lädt Rink zu einer Kirchen- und Orgelführung ein. Er stellt das Musikinstrument im Detail vor, das er in Kooperation mit dem Orgelbauer Peter Kraul aus Schwendi auf der Basis eines Münsteraner Instrumentes entwickelt und realisiert hat. Rink bezeichnet die „neue alte große 43-Register-Orgel“ auch gern als „Wunder von Überlingen“.

Wie dieses Wunder klingt, erfahren Kinder mit ihren Familien bei einem speziellen Kinderkonzert um 15 Uhr. Der junge Kirchenmusikstudent Jan Oexle aus Pfullendorf wird die Orgel spielen, Paula Hassa die Flöte. Thomas Rink selbst wird zur Musik – vom „König der Löwen“ bis zum „Karneval der Tiere“ von Saint-Saens – kurze Geschichten vortragen. Die Kinder haben dabei die Gelegenheit, was sie hören, mit Buntstiften zu Papier zu bringen. Anschließend haben sie ab 16 Uhr sogar die Gelegenheit, selbst eine kleine Orgel zu basteln und zu erleben, wie eine Pfeifenorgel funktioniert. Natürlich haben sie auch die Chance, einen Blick hinter die große Orgel zu werfen.

Am Abend um 20.15 Uhr erwartet die Besucher ein geistliches Konzert zum Thema „Schöpfung in der Musik“. Die Schöpfungsgeschichte wird von Paula Hassa (dieses Mal Flöte und Gesang) und Jan Oexle musikalisch ausgedeutet und mit Texten des neuen Papstes Leo XIV. ergänzt. So ergibt sich ein musikalisches Gesamtkunstwerk zur Bewahrung der Schöpfung und dem Schutz der Tiere.