Überlingen An Festtagen putzen sich auch Städte gerne heraus, damit die Bürgerinnen und Bürger sich mit ihr identifizieren. Ein repräsentativer Auftritt seiner Heimatstadt Überlingen lag Gemeinderat Ulrich Krezdorn schon immer am Herzen. Er gibt dazu nicht nur gute Ratschläge, sondern wird auch selbst aktiv. Ein Beispiel war seine Flaggenoffensive vor 20 Jahren. Mit Unternehmer Stefan Mayer – heute besser als Narrenmutter bekannt – hatte er sich mit einem Brief an die Hausbesitzer der Innenstadt gewandt und für eine Sammelbestellung zum Erwerb von festlichen Stadtfahnen getrommelt.

Mit Erfolg, denn 54 Flaggen konnten die Initiatoren im Oktober 2005 in Auftrag geben. Viele davon flatterten bereits beim vorletzten Narrentag zum Viererbundtreffen im Wind. Auch bei den Schwedenprozessionen wird der Fassadenschmuck gerne gesehen. „In den 20 Jahren ist viel passiert“, sagt Krezdorn heute: „Viele Häuser und Wohnungen haben mittlerweile den Besitzer oder Bewohner gewechselt, sodass das Beflaggen der Stadt an Festtagen immer dürfiger wurde. Und das, obwohl wir doch eine so schöne Stadtfahne haben.“ Es war für ihn daher an der Zeit, das Thema aufzufrischen.

„Es kommt doch einem Privileg gleich“, schrieb er daher an seine Nachbarschaft in der Altstadt, „in einer so herrlichen Region am Bodensee und in unserer schönen Stadt Überlingen leben zu dürfen.“ Doch auch die Bewohner – ob Eigentümer oder Mieter – könnten ihren Teil zum Gesamtbild beitragen. Womit wir beim Fahnenschmuck wären.

Dafür würde dieses Mal die Überlingen, Marketing und Touristik (ÜMT) eine Sammelbestellung in Auftrag geben, um günstige Konditionen zu bekommen. Auch Ersatzteile könnten in diesem Zusammenhang bestellt werden. Die große Stadtfahne (300x120 cm) kostet 130 Euro, die beiden weißen Narrenfahren mit Adler oder Hänsele jeweils 79 Euro. Die Bestellungen sollten bis zum 22. September bei der Tourist-Information (E-Mail: meier@ueberlingen-bodensee.de) eingegangen sein.