Wer in Donaueschingen vor einer Straßensperrung steht, denkt sich derzeit wohl nicht viel dabei. Von der neuen Realschule bis zur Dürrheimer Straße laufen aktuell so einige kleinere und größere Bauprojekte in der Quellstadt.

Zu den zahlreichen Arbeiten im Stadtgebiet zählt seit etwa zwei Wochen auch eine langwierige Baustelle in der Moltkestraße. Diese hatte das Rathaus allerdings nicht vorab angekündigt.

Wasser tritt auf die Straße

Geplant waren die Arbeiten nämlich nach Angaben der Stadtverwaltung nicht. Aktuell ist die Moltkestraße zwischen der Spitalstraße und Humboldtstraße gesperrt und auf einer Hälfte aufgerissen.

Bereits seit Juli waren hier laut Stadtsprecherin Jennifer Schwörer auf einem Abschnitt von etwa 30 bis 40 Metern mehrere defekte Wasserleitungen aufgetreten. Die Folge: Wasser drang aus den Leitungen auf die Oberfläche.

Das könnte Sie auch interessieren

Alte Leitungen machen Probleme

„Durch die Häufung der Defekte und dem augenscheinlich schlechten Zustand der Leitung in diesem Bereich, hat das Wasserwerk entschieden, den betroffenen Abschnitt kurzfristig komplett zu erneuern“, sagt Schwörer. Verlegt ist in dem Bereich eine Duktilgussleitung aus den 1970er-Jahren. Duktiler Guss gilt als besonders anfällig für Rost.

Auf der nun etwa 80 Meter gesperrten Strecke tauscht das Wasserwerk nun also die in die Jahre gekommene Leitung durch eine Polyethylen-Leitung (PE) aus. Im gleichen Zuge werden laut Jennifer Schwörer auch die Hausanschlüsse erneuert.

Straße bleibt lange gesperrt

Solange die Arbeiten laufen, bleibt die Moltkestraße im betroffenen Bereich zwischen Spitalstraße und Humboldtstraße für den Straßenverkehr dicht. Planmäßig soll das bis etwa zum 15. Oktober der Fall sein, sagt Schwörer.

Das könnte Sie auch interessieren

Damit sind die Maßnahmen in der Moltkestraße allerdings noch nicht beendet. Die Stadtverwaltung hat für die Jahre 2026 und 2027 bereits die Erneuerung der Wasserleitung in der restlichen Moltkestraße ins Auge gefasst.