Bad Dürrheim „Demenz – Mensch sein und bleiben“ lautet das Motto des Welt-Alzheimertages am 21. September. Ein umfangreiches Programm zu diesem Thema ist auch in Bad Dürrheim vorgesehen, berichtet der Verein Generationentreff Lebenswert.
Die Sozialpädagogin und Gerontologin Silvia Kern, die im Generationentreff Lebenswert als Beisitzerin ehrenamtlich engagiert ist, hatte die Idee, das Thema auch in Bad Dürrheim aufzugreifen. Im Vereinsvorstand stieß sie auf offene Ohren. Initiiert durch den Generationentreff ist es gelungen, in einer Kooperation mit dem Nachbarschaftshilfeverein Hilfe mit Herz und Hand, Malteser Hilfsdienst, Stadtbibliothek und dem Freundeskreis der Stadtbibliothek vom 19. bis 26. September diverse Veranstaltungen anzubieten.
Den Auftakt bildet der Vortrag „Das Verstehen um das Vergessen?!“ am Freitag, 19. September, 17.30 Uhr im Katholischen Pfarrsaal, Friedrichstraße 24. Der Referent Michael Wissussek ist Dozent für pflegeorientierte-sozialwissenschaftliche Kommunikation. Damit die Diagnose Demenz nicht dazu führt, hinter der Krankheit den Menschen und das menschliche Miteinander zu vergessen, hilft Wissussek, Vorurteile zu überwinden und eröffnet das Verständnis für die „andere Welt“. Dadurch können Betreuer einfühlsam Toleranz und das Verstehen um den Menschen hinter der Diagnose erlernen, die den Alltag erleichtern.
Montag, 22. September, 17.30 bis 19 Uhr: Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz und Demenz-Parcours im Generationentreff Lebenswert, Treff am Park, Hofstraße 1, mit Silvia Kern, Sozialpädagogin und Gerontologin, Generationentreff Lebenswert, und Betina Jahn, Malteser. Beim Gesprächskreis, der monatlich stattfindet, steht auch ein Demenz-Parcours zur Verfügung. Mit anschaulichen Übungen und interaktiven Stationen werden Symptome einer Demenz simuliert. Dadurch werden Einschränkungen und Gefühle von Menschen mit Demenz besser nachvollziehbar.
„Was machen Opas Schuhe im Kühlschrank?“ lautet der Vortrag von Dr. Eckhard Britsch, Hausarzt, Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Palliativmedizin, am Dienstag, 23. September, um 19.30 Uhr im Generationentreff Lebenswert. Britsch erläutert, wie sich die Erkrankung – am Beispiel Alzheimer, häufigste Form der Demenz – entwickelt und welche Möglichkeiten es gibt, mit der Erkrankung und den Auswirkungen auf Betroffene und deren unmittelbare Umgebung umzugehen. Im Anschluss Fragerunde. Am Donnerstag, 25. September, um 16.30 Uhr findet vom Freundeskreis der Stadtbibliothek eine Lesung für Kinder im Alter von etwa drei bis sieben Jahren statt: Stadtbibliothek Lesenswert, Treff am Park, Hofstraße 1. Die Geschichte „Opa und ich Hand in Hand“ vermittelt Kindern altersgerecht Empathie und Verständnis für Menschen mit Demenz.
Freitag, 26. September, 14 bis 16.30 Uhr: Café Malta mit musikalischer Unterhaltung. Norbert Hartl, Ba(a)rmusik, Generationentreff Lebenswert, Hofstraße 1, Betina Jahn, Malteser Hilfsdienst, Anmeldung erwünscht. Menschen mit beginnender Demenz können im kleinen Kreis zusammenkommen. In angenehmer Atmosphäre wird ein Programm mit wiederkehrenden Themen geboten, die Struktur und somit Sicherheit vermitteln. Durch Aktivitäten in der Gruppe erleben sie Gemeinschaft und Freude. Angehörige erfahren Entlastung. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Begleitend findet während der Aktionswoche in der Stadtbibliothek eine Buchausstellung zum Thema Demenz statt. (pm/gan)