Baar Zwei Monate vor der 57. Auflage des internationalen Schwarzwaldmarathons rund um Bräunlingen am 11. und 12. Oktober, zeichnet sich eine außergewöhnlich gute Teilnehmerzahl ab. Viel spricht dafür, dass zum dritten Mal in Folge die magische Zahl von 3000 Sportlern auf allen angebotenen Strecken geknackt werden kann. „Wir hatten Ende Juli 2025 die gleichen Anmeldezahlen wie Mitte September 2024. Das ist sehr erfreulich und zeigt das große Interesse an unserer Veranstaltung“, freut sich Frank Kliche, Chef des Organisationskomitees.
Schon in den vergangenen Jahren nach der Corona-Pandemie zeigte sich, dass der Schwarzwaldmarathon populär ist. Neben Läufern aus zahlreichen Ländern ist aktuell das Interesse von Athleten aus Nordrhein-Westfalen enorm. Gerade aus der Region Köln/Düsseldorf gebe es einen kleinen Boom. „Aus meiner Sicht haben sich viele Läufer gerade während der Corona-Zeit für längere Laufstrecken interessiert. Mehrere von ihnen sind jetzt in ihrem Trainingsprogramm so weit, dass sie sich mit anderen Sportlern messen wollen“, so Kliche.

Hinzu komme die Attraktivität des Schwarzwalds, sodass einige Sportler den Lauf mit einem Kurzurlaub verbinden. Außer beim Halbmarathon, der seit Jahren die meisten Sportler vereint, sei in diesem Jahr auch ein Zuwachs bei Läufern auf der großen Strecke erkennbar. Darunter mehrere Läufer, die sich erstmals in Bräunlingen in die Teilnehmerliste eingeschrieben haben. Wegen der sich abzeichnenden Teilnehmerzahl jenseits der Marke von 3000 Athleten haben die Organisatoren für 2025 rund 3500 Teilnehmermedaillen anfertigen lassen. Diese wurden inzwischen im Zinkdruckgussverfahren hergestellt und werden im Kompetenz- und Bildungszentrum der Bruderhausdiakonie in Villingen mit den entsprechenden Schleifen versehen. Diese Kooperation zwischen dem Organisationskomitee und der Bruderhausdiakonie wurde in diesem Jahr erstmals vereinbart und ist für die kommenden Jahre weiterhin geplant.
Wie berichtet, werden die Medaillen wieder aus Metall sein, da die im vergangenen Jahr erstmals ausgegebenen Holzplaketten bei den Sportlern nicht den großen Anklang fanden. Die Gestaltung der Medaillen ist ähnlich derjenigen der Plaketten im Jahr 1971. Bei der 60. Auflage des Schwarzwaldmarathons sollen die Medaillen dann exakt das gleiche Aussehen haben wie bei der ersten Veranstaltung 1968.
Eine Änderung im Laufangebot wird es in diesem Jahr bei den Marathon-Staffeln geben. Der erste Wechselpunkt wurde um 580 Meter verlegt. Der erste Läufer der jeweils vier Personen umfassenden Staffel wird die 580 Meter weniger zurücklegen, der zweite dafür mehr. Alle anderen Wechselpunkte bleiben unverändert. „Wir haben uns dafür entschieden, um das kleine Verkehrschaos am ersten Wechselpunkt etwas zu entzerren und wollen damit auch den Wünschen der Sportler nachkommen“, so der OK-Chef. „Die Fahrtroute zu diesem Wechselpunkt können sich alle Läufer und Begleiter der Staffel auf das Handy laden. Wir haben hier unsere Erfahrungen einfließen lassen und ich kann nur hoffen, dass alle mitmachen“, ergänzt Kliche. Schon jetzt seien die Informationen zum neuen Wechselpunkt online abrufbar.
Gut aufgestellt ist das Organisationskomitee schon jetzt in den Bereichen Helfer und Sponsoren. So gebe es immer wieder Anfragen von potenziellen Sponsoren, die die Traditionsveranstaltung unterstützen werden. „Wir sind sehr dankbar, wenn Firmen auf uns zukommen, da auch wir Kosten decken müssen“, fügt Kliche an. Bei den Helfern bauen die Veranstalter einmal mehr auf die regionalen Vereine und deren Mitglieder. Hinzu komme die Hilfe vom Bauhof bei der Säuberung der Strecke und die Unterstützung von Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr.