Bei der „Langen Nacht der Feuerwehr“, die als Pilotprojekt für die Region in Herrischried ausgetragen wurde, standen die Einsatzkräfte im Mittelpunkt. Viele interessierte Bürger und vor allem Familien waren gekommen, um die Feuerwehr vor Ort hautnah zu erleben. Ein buntes Programm mit Schauübungen, Mitmachaktionen, Essen, Getränken und vielem mehr wurde geboten.
Am späten Samstagnachmittag lud die Freiwillige Feuerwehr Herrischried zum ersten Mal zu der Aktion „Lange Nacht der Feuerwehr“ ein. Was in Bayern schon landesweit Tradition hat, wollen die Feuerwehren im Kreis Waldshut flächendeckend einführen. Ab 17 Uhr erwartete die Besucherinnen und Besucher rund um den Klausenhof ein buntes Programm, das zusammen mit den Badischen Versicherungen (BGV) aus Rastatt auf die Beine gestellt wurde.

Neben der beeindruckenden Fahrzeugschau gab es viele Mitmachaktionen wie dem Einsatz einer Rettungsschere. Ratzfatz wurde ein Ford Ka mit schwerem Gerät zum Cabrio verwandelt. Für die jüngsten Gäste gab die Spielstationen wie Heben mit Luftkissen und Spritzen mit der Handpumpe. Die geliebte Hüpfburg durfte natürlich nicht fehlen. Beim Beisammensein wurden die Gäste auf dem malerischen Gelände des Freilichtmuseums mit Bratwürsten und kühlen Getränken verwöhnt. Auch der Kiosk war geöffnet und die süßen Schleckmäuler kamen auf ihre Kosten.
Der Gesamtkommandant Michael Siebold und sein Stellvertreter Andreas Ücker freuten sich über die gute Resonanz. Für den Bürgermeister und Ehrenkommandant der Feuerwehr, Christian Dröse, ist es wichtig, dass sich die Feuerwehr zeigt und er sagte: „Die Gemeinde kann nur die Gerätschaften stellen, aber es braucht Bürger für den Dienst und Schutz der Bevölkerung.“ Die Veranstaltung ist ihm ganz wichtig, um die Feuerwehr erlebbar zu machen und neue Mitglieder zu werben.

Fehlen durfte auf keinen Fall die Vorführung von Dietmar Schilt vom BGV in Rastatt. Er hat den Demonstrationscontainer vor 15 Jahren mit aufgebaut und reist damit durch die Lande. Er bildet die Bevölkerung eindrücklich aus, wie man einen Feuerlöscher fachgerecht bedient. Für die Demonstration, wie man brennendes Öl löscht, war Abstand geboten. Zuerst wurde es korrekt ausgeführt: Ruhe bewahren, Herd ausschalten, Deckel darauf und danach 15 Minuten ruhen lassen. Was passiert, wenn man es mit Wasser probiert, wurde auch gezeigt. Schlagartig verwandelt sich ein Liter Wasser in 17.000 Liter Wasserdampf. Beeindruckt waren die Zuschauer von der Präsentation, wie selbst eine leere Spraydose mit einem lauten Knall explodiert, wenn man sie zu großer Hitze aussetzt.
Alle waren beeindruckt und noch lange wurden sehr schöne Gespräche geführt, bevor die Besucher den Heimweg von der erste „Langen Nacht der Feuerwehr“ antraten.