Herrischried Unter dem Titel „Wenn Carmen auf Alphorn trifft – ein heiterer Streifzug durch die Musikgeschichte von Vivaldi bis Sinatra“ gastierten „Armin Rosin & friends“ am Donnerstag im Rahmen des Görwihler Kultursommers in der Herrischrieder Pfarrkirche.
Der 1939 in Karlsbad geborene Rosin, hatte nicht nur ein interessantes kleines Ensemble mitgebracht, sondern auch einige nicht weniger interessante eigene Bearbeitungen sowie diverse Arrangements von Klassikern für seine illustre Ensemblebesetzung. Diese besteht aus drei Posaunen, wahlweise Alphörnern, Harfe, Querflöte und Schlagwerk. Die Alphörner kamen an diesem Konzertabend auch als Erste zum Einsatz. Die eindrücklichen, lang getragenen Töne eines Alphorns hallten vom Altar aus durch den Kirchenraum, begleitet von Paukenwirbeln und dem Echo eines weiteren Alphorns, das vom gegenüberliegenden Eingang herüberschallte, Posaune und Harfe traten hinzu.
Das Alphorn sei kein Musikinstrument, sondern ein von den Hirten vieler Völker zur Verständigung genutzter ausgehöhlter Baumstamm, klärte Rosin die zahlreichen Zuhörer auf, auf dem nur ein Grundton sowie dessen Obertöne spielbar seien. Dennoch hatte Rosin einige traditionelle Melodien gefunden, die auch zu unterschiedlichen Anlässen gespielt wurden, wie etwa zur Taufe oder zur Begrüßung und Verabschiedung hochgestellter Gäste. Solche Melodien hat er bearbeitet, und das Ensemble gab sie beim Konzert zum Besten. Dabei erinnerten die mit Schlagwerk unterfütterten Alphornpassagen an Jagdhornsignale, während die dazwischen dieselbe Melodie variierenden Einschübe von Flöte und Harfe eher an galante, höfisch-repräsentative Musik gemahnten.
Interessant war unter anderem auch die Bearbeitungen eines Vivaldi‘schen Harfenkonzertes, in dem drei Posaunen und Flöte das Soloinstrument begleiteten. Aber auch eine moderne Komposition für drei Alphörner, an diesem Abend gespielt von den Posaunen, hatte das Ensemble „Armin Rosin & friends“ im Programm.