Unzureichende Dämmung, fehlende Beschattung, schlechte Lüftungsmöglichkeiten – wenn im Sommer die Temperaturen steigen und das Thermometer mehr als 30 Grad Celsius anzeigt, kann es für Lehrkräfte und Schüler an Schulen schnell unerträglich werden. Das Problem kam in diesem Jahr auch schon in Radolfzell auf, eine enorme Hitzebelastung an der Ratoldusschule wurde kürzlich im Gemeinderat thematisiert.
Die Stadt handelte zwar schnell, abgehakt ist das Thema damit aber nicht. Denn die Gemeinderatsfraktion der Freien Grünen Liste (FGL) beantragte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Erstellung eines Hitzeschutzkonzepts für alle Radolfzeller Schulen in kommunaler Trägerschaft. Darüber soll nach Wunsch der FGL in der nächsten Sitzung am 30. September entschieden werden.
Bestandsaufnahme, Maßnahmen und Kostenschätzung
Nach dem Antrag der FGL soll das Hitzeschutzkonzept mehrere Aspekte umfassen. Zum einen sollen so die aktuelle Situation an den Schulen erfasst und Gebäudestruktur, Raumtemperaturen, Verschattungsmöglichkeiten, Lüftungssituation und Außengelände analysiert werden.
Auch sollen kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen genannt werden. Als Beispiele nennt die FGL in dem Antrag etwa mobile Verschattungselemente, angepasste Unterrichts- und Pausenzeiten, Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Entsiegelung von Schulhöfen. Ebenfalls enthalten sein sollen eine Kostenschätzung und ein Zeitplan. Erarbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt werden soll das Konzept bis spätestens Februar 2026.
Weiterer Antrag zum Thema Hitze
Auch die CDU-Fraktion hatte in der gleichen Sitzung einen Antrag gestellt, um die Stadt zur Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplanes zu bewegen. Wie die Verwaltung kürzlich erklärte, wird das Thema bereits für eine Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause vorbereitet. Ein zweiter Antrag der CDU-Fraktion zum Fokus auf Schulen geht der FGL laut deren Antrag jedoch nicht weit genug, denn es gehe lediglich um die Ratoldusschule, Storchenschule und Teggingerschule.
Tatsächlich soll das Thema schon bald im Gemeinderat landen: Wie die Stadt Radolfzell auf Nachfrage berichtet, sollen die Fragen rund um das Hitzeschutzkonzept nach aktueller Planung in der Sitzung am 30. September geklärt werden.