In Klingnau/Schweiz, unweit von Waldshut, ist am Sonntag, 11. Juni, dunkler Rauch aufgestiegen. Grund dafür war ein Großbrand in der Halle einer Entsorgungsfirma. Die Hauptstraße zwischen Koblenz und Klingnau wurde über längere Zeit gesperrt, während Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand löschten. Gepresstes Plastik fing Medieninformationen an zu brennen.
Gegen Mittag machte sich eine dunkle Rauchwolke in Klingnau bemerkbar. Auch in der deutschen Nachbarschaft war sie weithin sichtbar.

Ursprung des Rauches war ein Brand in der Entsorgungsfirma Häfeli-Brügger AG. Gemäß der Kantonspolizei hatte gepresstes Plastik, das zwischen zwei Hallen gelagert war, zu brennen begonnen. Der Brand ging auf eine der Hallen über.

Die Feuerwehr wurde sofort mobilisiert und konnte verhindern, dass die Flammen die rechte Halle erreichen. Nach wenigen Stunden konnte das Feuer weitestgehend gelöscht werden. Die Feuerwehr beschäftigt sich damit, die Plastikmaterialien auseinanderzureißen, um die übrig bleibenden Brandherde zu löschen.
Türen und Fenster sind zu schließen
Menschen wurden keine verletzt. Drei Mitglieder der Einsatzkräfte wurden von Rettungssanitätern wegen der Hitze untersucht, mussten aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Bevölkerung wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung dazu aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen sowie Klimaanlagen und Lüftungen abzuschalten. Die Warnung wurde ausgesprochen, weil gemäß der Polizei die starken Winde und die Rauchentwicklung befürchten ließen, dass der Rauch auf Wohngebiete wehen könnte. Das sei jedoch zum Glück nicht geschehen.

Gegenüber dem Fernsehsender Tele M1 hat der Chef der Firma bestätigt, dass in den Plastikballen kein leicht entzündliches Material gelagert gewesen sei. Alle Mitarbeiter der Recyclingfirma haben sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, heißt es im Beitrag weiter.
Die angrenzende Kantonsstrasse zwischen Koblenz (sie führt auch zum Grenzübergang) und Baden/Brugg wurde in beide Richtungen über längere Zeit gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet, der Bahnverkehr konnte aber uneingeschränkt weitergeführt werden.
Brandursache noch unklar
Die Brandursache ist noch ungeklärt, Ermittler waren am Sonntag vor Ort. Gemäß ersten Erkenntnissen dürfte das Feuer aufgrund von Falschentsorgungen im Bereich der Deponierung der Haushaltkunststoffsammelsäcke ausgebrochen sein, wie die Kantonspolizei mitteilt.
Laut Polizei ist der Schaden beträchtlich. Außerdem wurden Messungen durchgeführt, um die Luftreinheit zu prüfen – zum aktuellen Zeitpunkt bestehe jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung, schrieb die Kantonspolizei am Sonntagnachmittag.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Döttingen-Klingnau-Koblenz und Böttstein-Leuggern sowie die Regionale Feuerwehr Leibstadt und die Stützpunktfeuerwehr Zurzach. Der Lösch- und Rettungszug der Schweizerischen Bundesbahnen befand sich ebenfalls in einem Bereitschaftsraum in der Nähe, musste schlussendlich jedoch nicht eingesetzt werden.
Während der Löscharbeiten war die Koblenzerstrasse in beide Richtungen gesperrt. Die Feuerwehr richtete eine entsprechende Umleitung ein. Kurz nach 18.15 Uhr konnte diese wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Bahnverkehr war zu keinem Zeitpunkt durch das Brandereignis eingeschränkt.
Dieser Artikel ist zuerst in der ‚Aargauer Zeitung‘ erschienen.