Es ist eine mächtige Pflanze, die da aus dem Boden im Garten der Familie Bluhm wächst. „Drei Meter mindestens“, schätzt Roland Bluhm im Telefonat mit dem SÜDKURIER. Es ist eine Bananenstaude – mitten im beschaulichen Klettgau-Dorf Rechberg. Die Bluhms haben sich die Tropen in den eigenen Garten geholt. Die Staude entwickelt sich prächtig. Blüten sprießen.
Sie wachsen normalerweise in den Tropen
Warum hat die Familie Bluhm sich eine Bananenstaude in den eigenen Garten geholt? Wo Bananen doch normalerweise nur in Regionen am Äquator gedeihen? „Wir wollten ursprünglich eine Palme. Wir hatten drei, vier Versuche gestartet, nie hat es funktioniert“, verrät Roland Blum.
Bei seiner Tante Heike Seibt, die in Grießen wohnt, habe er die Riesenbananenstaude hinterm Haus gesehen. Da seien die Bluhms auf die Idee gekommen. „Wir wollten einen Ableger haben.“ Gesagt getan.
Die Staude wächst so gut wie der der Tante
Vor drei Jahren haben Roland Bluhm und seine Frau Corina einen Ableger mitgenommen. Ein Jahr lang sei die Pflanze im Topf im Haus gewachsen. Vor zwei Jahren haben Corina und Roland Bluhm die kleine Staude draußen auf dem Rasen eingepflanzt. Roland Bluhm: „Sie ist genauso sensationell gewachsen wie bei meiner Tante.“ Seine Frau wirkt neben der Staude ziemlich klein. Obwohl es in letzter Zeit oft geregnet hat.

Tropisches Flair vermittelt Urlaubsstimmung
Die Bluhms freuen sich und genießen den Anblick der mächtigen Staude. Sie vermittelt eine Stimmung wie in den Tropen. Wie im Urlaub. Vor allem wenn sie in der Dämmerung im Licht der Strahler leuchten.

Das riesige Gewächs erhebt sich majestätisch vor dem Abendhimmel. Selbst die Häuser rundherum wirken aus dieser Perspektive klein.

Für den Winter richtig warm einpacken
Corina und Roland Bluhm stecken viel Arbeit in die Pflanze. Roland Bluhm: „Er braucht viel Wasser, jeden Abend zwei Kannen voll.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Wenn es so viel regnet wie jetzt, müssen wir natürlich nicht gießen.“
Damit die Staude gut über den Winter kommt, haben die Bluhms die Pflanze auf einen halben Meter „runter rasiert“, in Stroh eingepackt.

Sie haben das Ganze mit Folie umwickelt.
Zum Schluss noch ein Sack drüber, und fertig. „Der Kopf in der Mitte, darf keinen Frost abbekommen“, erklärt Roland Bluhm, „dann wächst er im Frühjahr wieder.“
Vielleicht kann man die Bananen essen
Und wie. Er ist wieder so groß wie vorher. Bananenstauden vermehrten sich großzügig, es entstünden immer wieder neue Ableger, beschreibt Roland Bluhm. „Wenn man die nicht wegmacht, ist am Ende der ganze Rasen voll.“ Der Stamm werde dicker und dicker. Diese „Scheinstämme“, Strunke genannt, bestehen laut der Internetseite Gartenjournal aus zahlreichen umeinander gerollten Blättern.
Im Moment wachsen laut Bluhms Schilderungen nur Blüten, daraus entstehen die Bananen. Ob man die Bananen auch essen kann? Bluhm: „Meine Tante sagt, die kann man nicht essen, die Früchte sind vorher abgefault.“ Aber seine Frau und er hoffen: „Mal sehen, es soll schöneres Wetter geben, da kann einiges passieren. Vielleicht ergibt sich was.“