Raumschaft Triberg Regen im Juli, Hitze im Juni und im August – der Sommer stellt das Waldsportbad Triberg, das Schönwalder Naturfreibad und das Naturschwimmbad Schonach auf die Probe. Wie man damit umgegangen ist, zeigt ein Besuch vor Ort. Nicht nur Einheimische wissen bei Sommerwetter die Abkühlung in den Freibädern zu schätzen. Zwischen bewährtem Betrieb und neuen Gästen erleben die Freibäder eine Saison der Routine und kleiner Veränderungen.

Juni-Rekord für Waldsportbad

In einem Kombibecken mit zwei Millionen Litern Wasser und einem Kinderplanschbecken bietet das Waldsportbad Triberg Badespaß für jedes Alter und jedes Schwimmniveau. 108 Tage hat das Bad in dieser Saison geöffnet, von Mai bis zum Ende der Schulferien Mitte September. Im Durchschnitt verzeichne das Freibad seit 23 Jahren in jeder Saison etwa 23 .000 Besucher, berichtet Schwimmmeister Lutz Lorbeer.

Mitte August waren es bereits 18 .327. Doch in diesem Jahr habe der Juli mit seinem regnerischen Wetter die Zahlen ins Negative beeinflusst. Wohingegen der Juni mit seinen heißen Temperaturen einige Badegäste angelockt habe. Die Rekordzahl lag in der laufenden Saison bei 849 Besuchern am 29. Juni bei einer Lufttemperatur von 31 Grad Celsius. Auch ungewöhnlich viele Touristen wissen die Abkühlung in Triberg zu schätzen – über 2300 Kurgäste konnte das Waldsportbad in dieser Saison bereits begrüßen.

Ansonsten gebe es nicht viel zu berichten, meint der Schwimmmeister lachend, der inzwischen in seiner 24.¦Saison das Freibad im Blick behält. Es gebe keine Probleme mit Lärm oder Müll, auch keine Streitereien – und wenn dann unter Kindern, fügt Lorbeer hinzu. „Alles ist im normalen Rahmen.“ Daniel Forwig vom Bauwesen ergänzt: „Im Waldsportbad in Triberg ist die Welt noch in Ordnung.“

Besucher aus dem Süden

Enrico Faustmann, Schwimmmeister im Schönwälder Naturfreibad, ist mit der diesjährigen Saison ebenfalls sehr zufrieden – bis auf die drei kalten Wochen im Juli, fügt er hinzu. Etwa 8500¦Badegäste hätten sich in diesem Jahr bereits im Naturfreibad abgekühlt. 2024 seien es insgesamt circa 10. 000 gewesen. „Wenn das so weitergeht, werden wir das noch überbieten“, meint Faustmann zuversichtlich.

Auch in Schönwald besuchen so viele Urlauber wie nie das Naturfreibad. „Spanier und Italiener machen hier Urlaub“, berichtet er. In Deutschland sei es zu dieser Zeit einfach etwas kühler als am Mittelmeer. Und auch das reine Bergwasser im Bad käme bei den Reisenden so gut an wie bei den Einheimischen, so Faustmann. „Es gibt keine roten Augen“, erklärt er – da kein Chlor im Wasser sei. Probleme im Schwimmbad sind dem Schwimmmeister ebenfalls fremd.

Naturschwimmbad zählt Gäste nicht

Günter Herr, Schwimmmeister im Naturschwimmbad Schonach, meint lachend: Auch bei ihnen im Bad sei die Saison nicht anders verlaufen als in den anderen Freibädern wie zum Beispiel im Naturfreibad Klosterweiher in St.¦Georgen. Die Leute seien zum Blitzstart der Saison mit „Hunger auf Sonne“ ins Schonacher Bad gekommen. Im regnerischen Juli hingegen wäre der Betrieb schleppend gewesen. Zu den Besucherzahlen könne er sich nicht äußern. Da der Eintritt in das Naturschwimmbad seit 2015 kostenlos sei, zähle man keine Badegäste. Wenn er schätzen müsste, seien es dieses Jahr weniger Besucher als letztes Jahr.

Mit dem benachbarten Wohnmobilstellplatz gäbe es auch hier sehr viele Touristen – ebenfalls Italiener und Spanier. „Von überall kommen sie her“, berichtet der Schwimmmeister amüsiert. Viele Gruppen aus Freiburg und aus Waldkirch habe er schon hier zu Besuch gehabt. Mit etwa 2700 Quadratmetern Wasserfläche habe man immer Platz zum Schwimmen, da sei dann auch das Wetter egal, erklärt er. Auch der neu verpachtete Kiosk komme gut bei den Gästen an. Durch die neue Umrandung um das Becken könne dieser auch noch länger geöffnet haben als das Schwimmbad. Damit ist das Naturschwimmbad Schonach auch noch nach Saisonende ein Anlaufpunkt für Menschen aus Nah und Fern.