Höchenschwand Eine riesige Menschenmenge dürfte beim 12. Strohskulpturen-Wettbewerb vom 7. September bis zum 5. Oktober wieder über das Gelände im Höchenschwander Ortsteil Frohnschwand flanieren. Und sie dürfte nicht mit Lob sparen. Das wird für die 2025 teilnehmenden sieben Vereine die Belohnung für deren großartigen Einsatz sein. Noch ist geheim, welche Skulpturen in diesem Jahr zu sehen sind. Wieder arbeiten die Vereine an dem im zweijährigen Turnus so erfolgreichen Konzept, dessen Ideengeber der Hotelier Frank Porten war, damals Vorsitzender des Kurvereins.

Sagenhafte rund 60.000 Besucher seien es bisher in jedem der ausstellenden Jahre gewesen, die sich für die Ausstellung interessierten, berichtet Tourismuschef Martin Zumkeller. In den kommenden Monaten sollen wieder beeindruckende Skulpturen entstehen und präsentiert werden. Busse von weit her, auch aus dem benachbarten Ausland, werden wie die Jahre davor wieder auf dem großen Parkareal anzutreffen sein.

Die großen und kleinen Mitglieder der Landjugend, der Landfrauen vom Höchenschwander Berg, der Trachtenkapelle Amrigschwand-Tiefenhäusern, der Narrenzunft Tannenzäpfle, des Sportvereins, der Trachtentanzgruppe sowie der Guggenmusik Schorebord Krächzer als teilnehmende Vereine sind jetzt schon dabei, in aufwendiger, vielwöchiger Arbeit Formen zu schaffen, die das Publikum staunend zurücklassen sollen.

Ein Motto sei nicht vorgegeben worden, verrät Tourismuschef Martin Zumkeller. Der kreative Prozess beginne mit einem groben Unterbau, meist aus Holz, beschreibt er die Schritte. Mit viel Liebe zum Detail entstehe dann durch handwerkliches Geschick, akribische Kleinarbeit und mittlerweile sehr viel Erfahrung nach und nach die gewünschte Figur. „Das Endprodukt muss nur eindeutig als Stroh- oder Heukunst erkennbar sein“, unterstreicht er.

Welches Stroh verwendet werde, ob Hafer, Weizen, Gerste, Roggen, würde von der benötigten Länge, Farbe, Dicke und so weiter abhängen. Und davon, welches Material am besten zu einer Figur passt, fährt er fort. Wie viel Zentner Stroh insgesamt genutzt werden, wisse er nicht. Es sei sehr viel. Von der Eröffnung an könnten die erschaffenen Bilder rund um die Uhr besichtigt werden.

Auch kulinarische Wünsche werden erfüllt. Dafür sorgt der Bauernmarkt, der täglich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist. An den Wochenenden unterstützen die an der Ausstellung teilnehmenden Vereine von 10 bis18 Uhr die Verpflegung. Zu Herzhaftem gesellt sich an den Wochenenden eine großen Kuchen- und Tortenauswahl durch die Vereine. „Ebenso sorgt an den Wochenenden ein interessantes Rahmenprogramm für Abwechslung und Kurzweil“, ergänzt Zumkeller.

Besucher können abstimmen

Ein Höhepunkt sei die Besucherabstimmung: Neben dem Ausfüllen von Stimmzetteln vor Ort könnten Gäste seit diesem Jahr auch bequem online per QR-Code ihre Favoriten wählen, informiert Zumkeller. Nach der Auszählung dürfe sich der Verein mit den meisten Stimmen über einen Wanderpokal freuen.

Bei der Narrenzunft ist Martin Hagenbucher, Zunftmeister und Sprecher der Vereine, einer von jenen, die mitgestalten. Er verrät, dass die Narrenzunft schon nach Pfingsten mit der Vorbereitung begonnen habe und die Bastler sich jeden Dienstag und Donnerstag dazu treffen würden. Die Geselligkeit sei schön. Auch bereite es Freude, zu sehen, wie etwas entsteht. Stets kämen weitere Ideen hinzu, berichtet er.

Ebenso sei der Zusammenhalt etwas Besonderes. Wenn einem Verein ein Material ausgehe, wie beispielsweise Draht, würden die Vereine sich gegenseitig aushelfen. „Es ist aber auch gut, wenn dann alles fertig und aufgebaut ist“, betont er. Und wenn dann alles auf seinem Platz stehe und die Beteiligten sich über ihre Arbeit austauschen, sei das immer richtig schön.