Die Schweizer Küche ist regional geprägt und basiert auf einfachen Zutaten. Viele Gerichte entstanden aus der Alltagsküche und sind bis heute verbreitet. Auch in Deutschland erfreuen sich die Gerichte teils großer Beliebtheit. Hier sind zehn Schweizer Gerichte, nach denen bei Google in Deutschland besonders gerne gesucht wird.
1. Raclette: geschmolzener Käseklassiker aus dem Wallis

Den Anfang macht das Raclette. Eines der bekanntesten Käsegerichte der Schweiz. Es stammt aus dem Kanton Wallis im Südwesten der Schweiz. Überlieferungen zufolge über 400 Jahre alt. Erste schriftliche Erwähnungen finden sich aber erst 1812. Traditionell wird beim Raclette ein halbierter Käseleib erhitzt. Der geschmolzene Käse wird dann mit einem Messer abgeschabt. Heute kennen es viele mit dem Raclette-Grill. Vielerorts wird an Weihnachten Raclette gegessen, genauer bei 25 Prozent aller Weihnachtsmenüs – so eine Statista-Umfrage. Traditionell wird Raclette mit Kartoffeln, Essiggurken und Silberzwiebeln gegessen – doch es lässt sich auch vielseitig abwandeln und mit weiteren Zutaten genießen. Bei den Suchanfragen aus Deutschland liegt es bei den Suchanfragen deutlich auf Platz eins.
2. Fondue: Käsegenuss aus dem Caquelon

Ebenso beliebt und mindestens genauso gesellig ist das Fondue. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg war das Gericht recht unbekannt. Erst mit einer Marketingkampagne der schweizerischen Käseunion sollte sich das ändern, heißt es auf der Website des schweizerischen Nationalmuseums. In einem Caquelon wird eine Mischung aus geschmolzenem Käse – meist Gruyère und Vacherin – mit Weißwein, Knoblauch und einem Schuss Kirschschnaps erhitzt. Traditionell wird auf die Fondue-Gabeln Weißbrot-Stück aufgespießt und in die Käsemasse getaucht. Ähnlich wie beim Raclette häufen sich hier die Suchanfragen gegen Ende des Jahres.
3. Rösti: der knusprige Kartoffelklassiker

In Schweizer Kochbüchern aus dem 19. Jahrhundert und von Anfang des 20. Jahrhunderts wird der Begriff Rösti kaum verwendet. Auch geografisch lässt sich eine genaue Herkunft nicht eindeutig bestimmen. Vermutlich stammt das Kartoffelgericht aber aus der Deutschschweiz. Heute erfreuen sie sich in der ganzen Schweiz an Beliebtheit. Und auch in Deutschland wird häufig mittels Google-Suchmaschine nach dem Kartoffelgericht gesucht. Die Zubereitung ist simpel: Gekochte oder rohe Kartoffeln werden grob geraffelt, gewürzt und in der Pfanne zu einer goldbraunen, knusprigen Scheibe gebraten. Serviert wird Rösti als Beilage oder Hauptspeise.
4. Zürcher Geschnetzeltes: Kalbfleisch in Rahmsauce mit Rösti

Als Beilage findet sich traditionell Rösti in diesem Gericht. Zürcher Geschnetzelte kommt, wie der Name verrät, aus dem Kanton Zürich. Das Gericht besteht traditionell aus zarten, in Streifen geschnittenen Kalbfleischstücken, die scharf angebraten und in einer cremigen Weißwein-Rahmsoße serviert werden. Oft finden sich auch Champignons in der Soße. Zürcher Geschnetzeltes wurde erstmals 1947 in einem Kochbuch erwähnt. Konkret wurde es in der „Goldenen Kochfibel“ von Rosa Graf erwähnt.
5. Älplermagronen: Nudelgericht mit Käse, Kartoffeln und Apfelmus

Eine landläufige Meinung besagt, dass Älplermagronen während des Baus des Gotthardtunnels entstanden. Da die Nudeln damals erstmals großflächig in die Schweiz kamen. Historiker sind da anderer Meinung und vermuten die Entstehung erst in den 1930er-Jahren. Das Rezept ist simpel. Nudeln, Kartoffeln, Rahm, Käse und Zwiebeln werden zu einem Eintopf verarbeitet. Traditionell werden die Älplermagronen mit Apfelmus serviert. Am häufigsten wurde danach bei Google von Menschen in Baden-Württemberg gesucht.
6. Cervelat: die Schweizer Nationalwurst

Weiter geht es mit der Nationalwurst der Schweiz. Jährlich produziert die Schweiz über 160 Millionen Cervelats. Geschätzt wird die Wurst in vielen Formen, ob gegrillt, in Brötchen oder im Wurstsalat. Eingeschnitten werden sollte die Wurst an beiden Enden mit einem Kreuz, so bekommt sie ihre bekannte Form. Interessant ist, dass es der Servelat heißt und nicht die.
7. Capuns: Mangoldwickel mit Bündner Füllung

Eine Spezialität aus Graubünden sind die Capuns. Der Name kommt aus dem Romanischen und bedeutet so viel wie eingewickelt. Der Teig besteht aus Mehl, Eiern und Milch. Oft werden Salsiz, Bündnerfleisch oder Landjäger mit in den Teig gegeben. Die Menge kann je nach Rezept variieren. Der Teig wird dann in Mangoldblättern eingerollt und in einer Bouillon-Milch-Sahne-Mischung gekocht.
8. Ghackets mit Hörnli: Hackfleisch mit Nudeln und Apfelmus
Ein weiterer Schweizer Klassiker sind Ghackets mit Hörnli und Apfelmus. Fast jedes Kind isst dieses Gericht während der Schulzeit mindestens einmal. Dabei handelt es sich um gebratenes Hackfleisch in einer würzigen Zwiebelsauce, serviert mit Hörnli-Nudeln und einem Klecks Apfelmus. Ähnlich wie bei den Älplermagronen ist die Diskussion hier groß, ob es das Gericht schon vor dem Bau des Gotthardtunnels gab.
9. Fischknusperli: frittierte Fischfilets

Aber nicht nur durch Käse und Nudeln zeigt sich die regionale Küche der Schweiz. Auch an den Ufern der vielen Seen ist sie vorhanden. Fischknusperli werden in der ganzen Schweiz, besonders aber rund um den Bodensee, Zürichsee oder Vierwaldstättersee, angeboten. Zur Zubereitung werden frische Fischfilets – meist Egli oder Felchen – in Bierteig getaucht und knusprig frittiert. Dazu gibt es traditionell einen Zitronenschnitz und Sauce Tartar. Beliebt sind sie auch bei zahlreichen Vereinsfesten, wenn zum Fischessen eingeladen wird.
10. Papet Vaudais: Lauch-Kartoffel-Eintopf mit Kohlwurst
Ein weiteres Beispiel regionaler Küche findet sich im Kanton Waadt: Papet Vaudois. Das Gericht besteht aus Lauch, Kartoffeln und der Saucisse aux choux, einer Kohlwurst. Die Zutaten werden zu einem sämigen Eintopf gegart, in dem die Wurst langsam mitkocht. Papet Vaudois hat bäuerliche Ursprünge und wird traditionell am 24. Januar, dem Waadtländer Feiertag, serviert. Die Wurst ist als regionale Spezialität IGP-geschützt (Indication Géographique Protégée).