Das kam für manch einen Fahrgast überraschend, obwohl es schon seit Langem angekündigt war: Seit Sonntagmorgen sind zwischen Stockach und Radolfzell andere Züge unterwegs. Mit dem turnusgemäßen Fahrplanwechsel hat nämlich DB Regio den Betrieb auf der Strecke übernommen. Bisher waren hier Triebwagen der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) in beige/roter Farbgebung unterwegs.
Was sich nun geändert hat
Seit Sonntagmorgen fahren nun also die Triebwagen von DB Regio, die ganz in Verkehrsrot lackiert sind und nicht, wie ursprünglich angekündigt, im neuen gelb-weißen Landesdesign. Laut einer Ankündigung von DB Regio im Vorfeld der Übernahme sollen alle Fahrzeuge mit WLAN und Toiletten ausgerüstet sein und grundsätzlich im Doppelpack verkehren.
Die Züge fahren von Montag bis Freitag durchgehend von 6 Uhr bis 20 Uhr alle halbe Stunde. Ab 20 Uhr sollen die Seehäsle-Züge täglich noch im Stundentakt verkehren. Bislang war das laut dem aktuellen Fahrplan nur freitags und samstags der Fall. Der letzte Zug von Radolfzell nach Stockach fährt wie gehabt um kurz vor Mitternacht um 23.51 Uhr. Von Stockach nach Radolfzell soll der letzte tägliche Zug um 23.16 Uhr abfahren.

Neuer Name: Aus Seehäsle wird S61
Mit dem neuen Betreiber kommt auch ein neuer Name. Das Seehäsle fährt nämlich ab sofort nicht mehr unter der offiziellen Linienbezeichnung RB32 sondern ist zukünftig als S61 zwischen Stockach und Radolfzell unterwegs. Das Landesverkehrsminsterium nennt die Verbindung als eine der wichtigsten Neuerungen im Fahrplan 2024.

Bisher hat der Landkreis den Betrieb des Seehäsles eigenständig organisiert und bezahlt. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember ist das Land für den Betrieb der Strecke zuständig. Der Landkreis trägt lediglich noch mit einer Zusatzfinanzierung dazu bei, dass die Züge im Halbstundentakt fahren können.