Der „Ackerloch Grillschopf“ in Unterkirnach ist gleichermaßen ein einladendes Ausflugslokal wie Treffpunkt für Einheimische und Urlauber.
Seit Oktober vergangenen Jahres wird der „Ackerloch Grillschopf“ von Salvatore Tancredi mit seiner Familie betrieben. Am Logo des Lokals wird deutlich, hier sind die italienische und die deutsche Küche gleichermaßen zuhause.

Gelegen in ruhiger Waldrandlage und umgeben von grüner Natur bietet der „Ackerloch Grillschopf“ eine einzigartige Kombination aus rustikalem Charme, gemütlicher Atmosphäre und internationaler Küche. Die traditionsreiche Gaststätte besteht seit weit über 30 Jahren.
Alles startete mit einem Betonring, der Werner Weißer als Grillstelle diente. Er war Metzgermeister und Landwirt und betrieb im Ackerloch eine Lohnmetzgerei. Bald entstand die Idee, der Grillstelle einen überdachten Sitzbereich hinzuzufügen, wie sich sein Bruder Rolf Weißer erinnert.

Aus dem Plan der Überdachung wurde mehr. 1988 wurde der Grillschopf genehmigt und im Folgejahr mit Holz aus dem eigenen Wald gebaut. Ursprünglich war die Nutzung nur für den Sommer geplant.
Doch bald erkannte man, dass die in unmittelbarer Nachbarschaft des Grillschopfs im Winter gespurte Langlaufloipe eine Umkleide braucht.
Eines gab das andere und irgendwann war der Grillschopf ganzjährig geöffnet. Die Gäste konnten sich Fleisch an der Theke der Metzgerei aussuchen und im Grillschopf selbst grillen.
Bereits im Jahr 2010 musste die Metzgerei aber nach dem unerwarteten Tod von Inhaber Werner Weißer geschlossen werden. Seine Witwe führte jedoch den Grillschopf mit ihrem Team bis ins Alter von 72 Jahren weiter.
Anfang 2020 verkaufte sie den Grillschopf an Silviu Sauer, einen Bauunternehmer aus der Region. Seit wenigen Monaten hat nun Salvatore Tancredi die Gaststätte von Sauer gepachtet.

Der aus Italien stammende Gastronom bringt nicht nur viel Erfahrung, sondern auch spürbare Leidenschaft mit. Gekocht werde bei ihm mit so viel Hingabe und „con amore“ wie in Mutters Küche, sagt Salvatore Tancredi.
Er führt den „Ackerloch Grillschopf“ mit familiärem Charme und großem Einsatz. Dabei will er Altes bewahren und Neues behutsam integrieren. Salvatore Tancredi hat sich zum Ziel gesetzt, die Gaststätte weiterzuentwickeln, ohne ihre Wurzeln zu vergessen.
Das kulinarische Angebot hat eine große Bandbreite. Deftiges aus deutschen Tradition wie Schnitzel, Kartoffel- und Wurstsalat stehen ebenso auf der Karte wie die „cucina italiana“ mit Pizza und italienischen Nudelgerichten.
Besonders hebt Salvatore Tancredi zum Beispiel seine „Antipasti de la Casa“ hervor, eine Zusammenstellung von Vorspeisen nach Art des Hauses. Auch saisonale Angebote wie Wild oder Haxen sowie Spargel oder Pfifferlinge ergänzen das Angebot.

Im Sommer beliebt ist der Biergarten mit seiner Aussicht über Wiesen und Wälder. Bei klarem Wetter sieht man bis zu den Alpen. Im Inneren der Gaststätte, der rustikalen und urigen Stube, dominieren Holz und warme Farben. Noch immer zieht auch die große Grillstelle die Blicke auf sich.
Das Ackerloch ist und bleibt ein beliebter Ort der Begegnung – ehrlich, herzlich, bodenständig.