Jürgen Koterzyna ist als Narrenrichter des Stockacher Narrengerichts tief mit Stockach und der Fasnacht verwurzelt. Doch nicht nur das: Als Ur-Stockacher, der in der Stadt groß geworden ist, hat er die Entwicklung der Stadt von Kindesbeinen an miterlebt. So wundert es nicht, dass Koterzyna eine ganze Liste an Plätzen in und rund um Stockach nennen kann, mit denen er eine gute Zeit verbindet: die Hafenmauer in Ludwigshafen, der Stadtgarten, die Weinberge am See – und der Hans-Kuony-Brunnen in der Stockacher Oberstadt.
Schöne Erinnerungen an die Schulzeit
An seine Zeit im Gymnasium denke er ebenfalls immer gerne zurück, erzählt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Und das vor allem aus einem Grund: „Dort habe ich meine Frau kennen und lieben gelernt.“ Kommendes Jahr sei das 40. Jahr ihrer Beziehung. Da ist es nicht überraschend, dass der persönliche Lieblingsplatz daheim auf der Terrasse ist – gemeinsam mit seiner Frau.
Sein Lieblingsplatz als Narrenrichter allerdings sei von Amts wegen der Hans-Kuony-Brunnen. Dieses Kleinod mitten in der Oberstadt sei nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch für tobende Kinder eine echte Bereicherung. Zudem entschleunige es, wenn man sich auf der Bank vor dem Brunnen niederlässt und dem beruhigenden Wasserspiel zuschaut. Wobei Koterzyna zugibt, dass er sich dafür viel zu selten Zeit nehme.
2001 zieht der Brunnen um
Ihn freue es, dass der Brunnen nun so zentral in der Stadt steht. Vor 2001 habe er vor dem heutigen „Brasil“ gestanden – damals saß Hans Kuony noch hoch oben auf einem Würfel. Mit dem Umzug wurde der Brunnen umgestaltet. Seither thront der Narr auf einer Kugel, die in einer Wasserwanne sitzt und von Wasserfontänen benetzt wird – für Kinder das ideale Spieleparadies.
Und kommendes Jahr, wenn Jürgen Koterzyna im Stockacher Narrengericht nicht mehr als Narrenrichter tätig sein wird, wolle er sich auch wieder mehr Zeit für eine kleine Pause vom Alltag am Hans-Kuony-Brunnen nehmen.