Schönes, Buntes und Kreatives aus verschiedensten Materialien gab es am Wochenende an 35 Ständen des Kunsthandwerkermarkts in Tiengen zu bestaunen. Jedes Stück ein von Hand gefertigtes Unikat und manches auch direkt vor Ort auf dem Marktplatz produziert. Das erwies sich wieder als Garant für einen regen Publikumszuspruch. Die Besucher erlebten einmal mehr eine Vielfalt, die sie die sommerliche Hitze glatt vergessen ließ.

Einige Handwerker luden zum Zuschauen bei der Fertigung oder auch zum Mitmachen ein. So konnten Besucher am Upcycling-Stand von Miriam Rombach aus Stoffresten selbst Medaillons anfertigen. Besonders gefragt war bei den Kindern wieder die Herstellung eines eigenen Seils bei Hobbyseiler Adelbert Mayer, der am Kunsthandwerkermarkt schon eine feste Größe ist.
Viel Begeisterung und Staunen bescherte Zauberer Günther Hoffmann aus Emmendingen, der zum ersten Mal dabei war. Geschickt band er das Publikum in seine Show ein und sorgte für Verblüffung bei den Besuchern des Marktes, als Gegenstände scheinbar im Nichts verschwanden und plötzlich irgendwo anders wieder zum Vorschein kamen.
Auch zum ersten Mal dabei waren der Sattlermeister Stefan Grönke, der aus Hessen zum Markt angereist war, sowie Bianca Weber aus Freiburg, die gestickte Glückwunschkarten und Bilder anbot. Muschel-Kreationen aus 925er Silber zeigte Christine Bachmann aus Mainz.

Wie an Nähmaschinen Unikate aus Stoff entstehen, konnte bei Sabine Granachers Nähstube sowie bei Jennifer Dosch und Cynthia Schindler live erlebt werden. Viele weitere Schmuckstände sowie Gartendekor, Töpferkunst und Holzarbeiten gab es zu sehen. Immer wieder stießen die Besucher auf bezaubernde Besonderheiten, zum Beispiel Pop-Up-Karten aus Buchenholz vom Tiengener Städtle und von Waldshut am Stand von Christel Kling, oder handgefertigte Notizbücher, Kladden und Geschenkartikel bei Buchbindemeisterin Iris Haischer aus Freiburg.
Das Wetter war für einige Handwerker fast zu schön und zum Teil auch eine echte Herausforderung. Besonders schwer hatten es die Anbieter von Kerzen, die einen großen Teil ihrer kunstvoll gefertigten Wachs-Waren wieder in Kisten verstauen mussten, damit sie nicht schmelzen.
Auf einen Besuch freuten sich auch die „Ukrainer am Hochrhein“, die kulinarische Spezialitäten und Handarbeiten aus ihrer Heimat anboten. Der Tiengener Frauenverein steuerte Kuchen bei. Den Erlös spendet der Verein an das Hospiz in Tiengen.