St. Georgen Die Marktpassage in der St. Georgener Stadtmitte wird 30 Jahre alt. Das feiern die dortigen Geschäfte mit einer Aktionswoche im September. Entstanden ist die Durchgangspassage auf dem Marktplatz mehr oder weniger aus einer Notsituation. Nach dem Ende der Einkaufskette Coop sollte eine Nachnutzung für das leer stehende Lebensmittelgeschäft auf dem Marktplatz gefunden werden. Der damalige Bürgermeister Wolfgang Schergel brachte die Idee einer Einkaufspassage ins Spiel, die schließlich vom Gemeinderat genehmigt wurde. Architekt Eckhard Brause plante eine Passage mit mehreren Ladengeschäften und einem Durchgang durch das Gebäude.
1995 wurde die Marktpassage offiziell eröffnet. Zu den ersten Geschäften, die einzogen, gehörten das Brillenfachgeschäft Blickpunkt Brille und das Eiscafé Cristallo. „Und wir sind das einzige Geschäft, das seither in unveränderter Form existiert“, sagt Claudius Fichter von Blickpunkt Brille. „Und wir haben auch schwere Zeiten durchgestanden wie Corona“, ergänzt Sabine Fichter. Das Eiscafé gab es ebenfalls von Anfang an, die Betreiber wechselten mehrfach. Ebenso wie viele der Geschäfte. Vom Schuhgeschäft über eine Boutique und einen Friseur bis zum Pflegedienst und E-Zigarettenshop waren schon unterschiedlichste Angebote zu finden. Aktuell sind neben Café und Brillenfachgeschäft ein Barbershop und ein Nagelstudio in Betrieb. Der jüngste Zuwachs ist Madlen Schlak-Schäfer, die mit der Buchhandlung Haas in die Marktpassage umgezogen ist.
Das 30-jährige Bestehen der rund 50¦Meter langen Passage feiern die Inhaber der Geschäfte mit einer Aktion. „Vom 12. bis 20. September bieten die jeweiligen Geschäfte verschiedene Rabattaktionen an“, sagt Claudius Fichter. Der Termin wurde bewusst so gelegt, dass er an dem Wochenende startet, an dem das Heugausfest des Handels- und Gewerbevereins, der verkaufsoffene Sonntag am 14. September sowie das große Fest rund um die katholische Kirche stattfinden. Davon erhoffen sich die Geschäfte Synergieeffekte.